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“Do you know what it’s like for a Negro to be among the ‘conquerors’ instead of the defeated? We learned about it for the first time when we ‘occupied’ Germany and none of us ever got over it. We will never go back to the old way again.“

William Gardner Smith, Interview in the New York Post (September 1959)

 




NEWS:

New Documentary:
"Ein Hauch von Freiheit" (Breath of Freedom)
December 16, 10:05pm CET on Arte
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Documentary:
"Breath of Freedom: Black Soldiers and the Battle for Civil Rights" (narrated by Cuba Gooding, Jr.)
Premiers February 17, 8pm ET/PT on Smithsonian Channel
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Article:
"Freed's enduring photos of march part of exhibit"
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Article by
Sophie Lorenz:
„Heldin des anderen Amerikas“
Die DDR-Solidaritätsbewegung
für Angela Davis, 1970–1973.
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New Film:
"The West Point -
Vassar College Initiative"
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A Breath of Freedom
By Maria Höhn &
Martin Klimke
Palgrave Macmillan October 2010
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Press

Deutsche Lektionen
 
Obama war nicht der Erste: Auch Martin Luther King wurde in Berlin gefeiert

WASHINGTON, 26. November 2008

Als Barack Obama im Sommer seine Rede in Berlin hielt, bemerkte er: „Mir ist klar, dass ich nicht so aus sehe wie die Amerikaner,  die zu vor in dieser großartigen Stadt gesprochen haben. “War es  Absicht oder ein Versehen? Jedenfalls klammerte er in der Anspielung auf seine Hautfarbe aus, dass bereits vor ihm ein prominenter schwarzer Amerikaner von den Berlinern als Redner umjubelt worden war. Vom 12. bis zum 14. September 1964 weilte Martin Luther King auf Einladung des damaligen Berliner Bürgermeisters Willy Brandt in der Stadt. Zu den Terminen des Bürgerrechtlers zählte auch eine Predigt vor rund 25000 Menschen in der Waldbühne.
 
Kings Berlinreise ein Jahr nach Präsident Kennedys legendärem Auftritt am Brandenburger Tor gehört zu den weitgehend vergessenen Ereignissen deutsch-amerikanischer Geschichte. Dabei handelt es sich nicht nur um ein punktuelles Versäumnis. Die transatlantische Dimension der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung ist insgesamt bis lang kaum historisch beleuchtet worden. In diese Lücke stößt ein deutsch-amerikanisches Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Washington, des Heidelberg Center for American Studies (HCA) und des Vassar College im Bundesstaat New York. Ergebnisse des Forschungsvorhabens „The Civil Rights Struggle, African American GIs, and Germany“ wurden nun am DHI von den beiden Historikern Maria Höhn, Professorin am Vassar College, und Martin Klimke vom HCA in Kooperation mit der Kulturfördereinrichtung „Humanties Council of Washington“ präsentiert. Dazu gehört auch eine Sammlung historischer Bilder und Schriftstücke, die Kings Auftritt ein Berlin und die Begegnungen schwarzer GIs mit Deutschen zwischen 1935 und den späten siebziger Jahren dokumentieren.

Der Aufenthalt in der geteilten Stadt, so Klimke, habe Kings Überzeugung geschärft, dass der Kampf gegen die Rassentrennung nur eine Facette globaler Probleme sei. Kings Vision vom „Welthaus“ und sein Aufruf zur „weltweiten Gemeinschaft“, die er drei Monate nach der Berlinreise bei der Verleihung des Friedensnobelpreises vortrug, seien zweifellos durch diese Erfahrungen beeinflusst. Schon in seiner Predigt in der Waldbühne habe King den Kampf gegen die Rassentrennung in den Vereinigten Staaten mit dem Ringen der beiden politischen Ideologien in der geteilten Stadt verglichen.

Gegen den Widerstand des amerikanischen Außenministeriums, das seinen Reisepass hatte einziehen lassen, war der Bürgerrechtler auch in Ost-Berlin aufgetreten. Nach dem er mit Hilfe des in West-Berlin amtierenden amerikanischen Pfarrers Ralph Zorn am Checkpoint Charlie unter Vorlage einer Kreditkarte statt seines Passes über die Grenze gelangte, hielt King am Abend des 13. September zwei Predigten. „Hier sind auf beiden Seiten der Mauer Gottes Kinder, und keine durch Menschenhand gemachte Grenze kann diese Tatsache auslöschen“, rief er den Menschen zu.

Während King in der westdeutschen Presse begeistert gefeiert wurde, blieb sein Besuch in den Tageszeitungen der DDR unerwähnt. Sofern die amerikanische Presse Kings Berlinreise zur Kenntnis nahm, geschah dies, da King sich in scharfen Worten gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Barry Goldwater ausgesprochen hatte. Dessen Wahlkampagne weise „gefährliche Zeichen von Hitlerismus“. Mit dem Vergleich zwischen Nazi-Deutschland und der Rassentrennung in den Vereinigten Staaten griff King auf ein Instrument zurück, dessen sich schwarze Aktivisten und die schwarze Presse nach Darstellung von Maria Höhn bereits seit 1933 im Kampf um Gleichbehandlung bedient hatten.

Den entscheidenden Schub habe diese Kampagne jedoch durch die Erfahrungen schwarzer Soldaten bekommen, die, segregiert in der amerikanischen Armee, im Nachkriegsdeutschland „den Atem der Freiheit“ (Colin Powell) spürten. Die Erfahrung, ausgerechnet indem Land, das zu Demokratie und Toleranz erzogen werden sollte, das tun zu können, was ihnen zu Hause verwehrt wurde, veranlasste Schwarze wie den Schriftsteller William Gardner Smith zu dem Gelöbnis, „niemals in die alten Gewohnheiten zurückzufallen“. Viele schwarze Veteranen, so Höhn, seien erst aufgrund ihrer Erfahrungen in Deutschland in der Bürgerrechtsbewegung aktiv geworden. Weiter geschürt wurde die Protestbereitschaft unter GIs in Deutschland von der Studentenbewegung. Die Unterdrückung der Afroamerikaner durch den Feind Amerika machte die GIs aus Sicht von Aktivisten wie dem Vorsitzenden des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS), K.D. Wolff, zu Revolutionären par exellence. Daniel Cohn-Bendit bemerkte einmal über seinen damaligen Mitstreiter: „K.D.s Glück wäre vollkommen gewesen, wenn auch er hätte schwarz sein können.“

Auf der Bundesversammlung im September 1967 erklärte der SDS offiziell seine Solidarität mit der „Black Power“-Bewegung im Kampf gegen amerikanischen Imperialismus und Kapitalismus. Durch Demonstrationen vor amerikanischen Kasernen, Besuche in Lokalen, die von schwarzen GIs frequentiert wurden, sowie über Studentinnen, die mit schwarzen Soldaten ausgingen, gelang es den Studentenführern, afroamerikanische Mitstreiter für zahlreiche Aktionen zu gewinnen. Auch wenn die Allianz Anfang der siebziger Jahre zerbrach, hatte die Solidaritätskampagne nach Darstellung von Höhn signifikante Wirkung für Amerika wie für Deutschland. „Als direkte Folge“ einer gemeinsamen Protestveranstaltung von Studenten und GIs am 4. Juli 1970 in Heidelberg habe die Regierung Nixon umfassende Reformen zur Bekämpfung von Rassismus in der amerikanischen Armeegestartet, die von der Gruppe der schwarzen Parlamentarier in Washington als „neue amerikanische Revolution“ gepriesen wurde. Parallel dazu ergriff die Regierung von Bundeskanzler Willy Brandt Maßnahmen gegen Diskriminierungen schwarzer GIs durch die deutsche Bevölkerung, insbesondere durch Vermieter und Lokalbesitzer. Mindestens ebenso wichtig sei die Tatsache, dass das Thema „Rasse“ in den öffentlichen Diskurs Westdeutschlands zurückgekehrt sei. Erst die Auseinandersetzung mit der Lage der GIs habe dazu geführt, dass sich Deutschland einer Debatte über Ausländerfeindlichkeit sowie über die eigene rassistische Vergangenheit geöffnet habe.

KATJA GELINSKY

African American Civil Rights and Germany im German Historical Institute, Washington. Bis 15. Januar 2009.
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