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“The thing that amazes me is that most guys [who served under me] had never been away from home. Never. And I never heard one of them say: 'when are we going home, when are we getting out of here'? And all of the V-mails they sent, I never saw any that said I am so sick of this stuff [and want to go home].“

Walter Patrice, WWII veteran, Poughkeepsie (NY)

 



NEWS:

New Documentary:
"Ein Hauch von Freiheit" (Breath of Freedom)
December 16, 10:05pm CET on Arte
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Documentary:
"Breath of Freedom: Black Soldiers and the Battle for Civil Rights" (narrated by Cuba Gooding, Jr.)
Premiers February 17, 8pm ET/PT on Smithsonian Channel
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Article:
"Freed's enduring photos of march part of exhibit"
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Article by
Sophie Lorenz:
„Heldin des anderen Amerikas“
Die DDR-Solidaritätsbewegung
für Angela Davis, 1970–1973.
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"The West Point -
Vassar College Initiative"
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A Breath of Freedom
By Maria Höhn &
Martin Klimke
Palgrave Macmillan October 2010
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Press

Paradoxe Freiheit

Der Zweite Weltkrieg und Amerikas Bürgerrechtler

Wenn Barack Obama am Dienstag vereidigt wird, werden unter den Ehrengästen des neuen Präsidenten auch ehemalige Tuskegee-Flieger sein, schwarze Veteranen des Zweiten Weltkriegs, die sich in den segregierten amerikanischen Streitkräften unter härtesten Bedingungen zu den ersten farbigen Kampfpiloten ausbilden ließen und mit großem Erfolg Einsätze flogen.

Die Beiträge schwarzer amerikanischer Soldaten zur Befreiung Europas von Nationalismus und Faschismus sind in der Geschichtsforschung lange vernachlässigt worden. Noch weniger Beachtung fand, welchen enormen Einfluss der Krieg gegen Hitler und seine Rassenideologie auf die amerikanische Bürgerrechtsbewegung hatte. Harvard Sitkoff, einer der Wegbereiter der Disziplin "African American Studies", spricht von einem "Wendepunkt", den der Zweite Weltkrieg für den Kampf gegen Rassismus in Amerika bedeutet habe. Auch wenn die Rassentrennung weiterhin bestanden habe, seien den Jim-Crow-Gesetzen die entscheidenden Schläge versetzt worden, legte Sitkoff, der Geschichte an der University of New Hampshire lehrt, in einem Vortrag am Deutschen Historischen Institut in Washington dar - wo man sich gemeinsam mit den Heidelberg Center for American Studies und dem Vassar College im Bundesstaat New York der Aufarbeitung transatlantischer Aspekte der Bürgerrechtsbewegung widmet.

In welchem Maß der Kampf gegen die Rassentrennung durch die demographischen, sozialen, ökonomischen, politischen und ideologischen Umbrüche während der Kriegsjahre und den Einsatz schwarzer Soldaten in Europa befördert wurde, so Sitkoff, lasse sich schon an den Mitgliederzahlen der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) ablesen. Von 1940 bis 1946 wuchs die Bürgerrechtsorganisation von 50 000 auf 400 000 Mitglieder. Sitkoff, selbst einer der Veteranen der Bewegung, schreibt diese Entwicklung maßgeblich der "Doppelsieg-Kampagne" der NAACP zu. Unterstützt durch schwarze Journalisten, Intellektuelle und Künstler, nutzte die NAACP-Führung den Feldzug gegen den Faschismus in Europa, um Rassentrennung und Diskriminierung zu Hause anzuprangern.

Der Status der schwarzen Bevölkerung in Washington unterscheide sich "nur wenig" von dem der Juden in Berlin, zitierte Sitkoff einen Kommentar aus dem Publikationsorgan der NAACP von Januar 1942, in dem es weiter hieß, "wenn die Ghettos in Polen schlimm sind, dann gilt das auch für die Ghettos in Amerika". Einen entscheidenden Schub, sagt Sitkoff, habe die Kampagne an der Heimatfront durch die paradoxe Erfahrung schwarzer Soldaten erhalten, in Deutschland mehr Rechte und Freiheiten zu genießen als im eigenen Land, welches doch als Verfechter von Menschenrechten und Demokratie auftrat. Zum Handeln habe sich Präsident Truman schließlich gezwungen gesehen, als zahlreiche schwarze Kriegsveteranen bei ihrer Rückkehr in die Südstaaten Opfer von Gewalt wurden. Es waren diese Übergriffe, die eine amerikanische Regierung 1948 erstmals veranlassten, Bürgerrechte mit Hilfe präsidialer Verfügung durchzusetzen - also mit jenem Instrument, das später im Kampf gegen den Terrorismus in Misskredit geraten ist.

Katja Gelinsky

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